Sehnsucht nach Ruhe oder einfach übergeschnappt?

Seit einiger Zeit sehne ich mich einfach nach Ruhe und Natur. Den Puls verlangsamen. Im Schutz der Natur zur Ruhe finden. Von Bäumen umarmt werden. Fernab jeder Zivilisation. Keine Ablenkung durch TV, Radio und Smartphone. Einfach existieren. Mir ist einfach alles zu viel, obwohl nichts in Wahrheit zu viel ist. Ich bin überreizt, obwohl mich schon seit längerer Zeit nichts reizt. Allein der Besuch im Supermarkt bringt mich manchmal an meine Grenze. 20 verschiedene Zahnpasta Sorten, Nudeln in allen Varianten, die Regale werden ständig umgeräumt, damit man auch schön bei der Rundreise durch den Supermarkt an neuen Produkten vorbeiläuft. Tolle neue Produktdesigns, super vegan, super glutenfrei, super bio, die Botschaft ist allerdings immer die gleiche: „KAAAUF MICH“. Dabei möchte ich einfach schreiend davonlaufen. Ich vermisse kleine Tante Emma Läden, Produkte die nicht viel Beschreibung erfordern, keine Labels wie gut das Produkt ist, weil es das einfach von Haus aus ist.

Wenn ich mir meine Texte in letzter Zeit so durchlese, glaube ich so eine kleine Auszeit in einem kleinen Häuschen im Wald ohne Internetzugang täte mir ganz gut. Ist das verrückt? Früher dachte ich immer, Aussteiger sind Freaks, die einfach irgendwann im Leben übergeschnappt sind. Heute weiß ich es besser: es sind einfach ganz normale Menschen wie du und ich, die einfach irgendwann genug hatten. Genug von was eigentlich? Genug vom Informationsüberfluss und Panikmodus. Ich habe das Gefühl die Welt steht Kopf. Eine Krise folgt auf die nächste. Ich ertrage keine Nachrichten mehr. Ich ertrage keine schlechte Laune mehr.

Der indische Philosoph Jiddu Krishnamurti sagte einmal:

“Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.”

Seit geraumer Zeit habe ich das Gefühl, dass diese Gesellschaft den Bezug zum Menschsein verloren hat. Zur Natur des Menschen. Das Wort „Solidarität“ wurde so inflationär benutzt, dass ich es nicht mehr hören kann. Dabei habe ich das Gefühl wir sind uns fremder denn je.

Doch wer bin ich über diese Gesellschaft zu urteilen? Ich bin ein aktiver Teil und doch bin ich schon lange nicht mehr aktiv dabei. Ich bin ein stiller Beobachter, der immer wütender wird. Aber ich möchte das nicht mehr. Gefangen im Sog von Panik und Negativität. Ich möchte meine Haltung zu den Dingen ändern, denn nur so kann ich mein Innenleben schützen. Weniger konsumieren, wobei ich oft das Gefühl habe, ich werde konsumiert. Längst bin ich abgetaucht in die Welt von TikTok, YouTube, Whatsapp, Instagram & Co. Ich schaue mir Sachen an, für welche ich mich in erster Linie überhaupt nicht interessiere, aber es für mich vorgeschlagen wurde. Ich bin ein Stück weit fremdbestimmt und zu schwach mich zu wehren.

Zeit für Veränderung.

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4 Kommentare

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