O du fröhliche, o du selige … O du stressige Weihnachtszeit?

Draußen wird es immer früher dunkel, die Häuser und Straßen sind mit Lichterketten dekoriert und spätestens, wenn ein herrlicher Duft aus Zimt, Punsch und Lebkuchen in der Luft liegt, weiß man: Die Weihnachtszeit ist da.
Und bevor man es überhaupt wirklich realisiert hat, geht alles ganz schnell. Im Radio werden alte Christmas Klassiker à la “Last Christimas” von Wham oder “All I want for Christmas is you” von Mariah Carey in Dauerschleife gespielt. Der perfekte Weihnachtsbaum steht und beim Adventskranz brennt die 4te Kerze. Bald stehen schon alle Adventstürchen offen. Die Menschen rennen gestresst durch die Einkaufsstraßen, von Laden zu Laden, um in letzter Minute die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Man möchte von Herzen verschenken, ist aber auch teilweise überfordert, weil man mal wieder alles auf den letzten Drücker macht.
Das wir gerade in einer weltweiten Pandemie leben, macht die ganze Sache leider nicht einfacher. Nächstenliebe unter Corona-Bedingungen hat in so manch einer Familie zu Spannungen geführt. Haben sich alle aber irgendwie arrangiert, egal ob geimpft, ungeimpft, gestetest und nicht getestet geht’s an die Vorbereitung fürs Weihnachtsmenü.
Die Weihnachtsbäckerei arbeitet auf Hochtouren, mindestens 10 verschiedene Plätzchensorten müssen gebacken werden. Das Weihnachtsessen ist aufwendig und mit mindestens 50 Beilagen erst perfekt. Sogar Kochmuffel verspüren plötzlich einen Druck ein überragendes 4 Gänge Menü präsentieren zu müssen.
Und natürlich macht man sich ja nicht nur Gedanken ums Weihnachtsfest, sondern es kommt ja auch noch Neujahr auf einen zu und die Party des Jahres muss auch der Kracher werden und entsprechend geplant sein.
Warum tut man sich das jedes Jahr wieder an, fragt man sich dann? Dann fallen so Sätze wie: „Nächstes Jahr fahre ich über Weihnachten 2 Wochen weg!“ oder „Nächstes Jahr mach ich mir den Stress nicht, da bereite ich alles frühzeitig vor“!
Na weil sich die ganze Mühe am Ende dann doch irgendwie lohnt. Man freut sich, wenn sich andere über Geschenke freuen, Ihnen das Essen schmeckt und man zusammen Zeit verbringt. Es passiert halt alles nur unter so einem enormen Druck. Man sollte seine Erwartungen zurückschrauben. Es ist okay wenn die Vanille-Kipferl im Ofen zu einem Klumpen schmelzen, das Geschenk ein Fehlkauf war oder man einfach den ganzen Tag im Pyjama „Schöne Bescherung“ angeschaut hat.
Wie geht Ihr mit dem Druck um, was sind eure Tipps?

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