5 Tipps für den Wiedereinstieg nach Babypause

  1. Langfristig denken: Ziele für den Wiedereinstieg definieren. Was möchte ich?

An erster Stelle sollte man sich die Frage stellen, was das Motiv für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist. Möchte man Karriere machen? Sind es finanzielle Aspekte oder benötigt man einfach ein wenig Abwechslung vom Mama-Alltag? Die Antworten darauf können ganz unterschiedlich sein, liefern aber wichtige Informationen, um die Rahmenbedingungen für den Wiedereinstieg zu definieren und sind somit eine wertvolle Vorbereitung für das Gespräch mit dem Chef.

Wenn ich nach der Babypause wieder volleinsteigen möchte und an meine Karriere vor der Babypause nahtlos anknüpfen möchte, dann werde ich vermutlich keine Teilzeit Position annehmen. Wiederum wenn mein Fokus auf der Kindererziehung liegt und ich lediglich etwas Abwechslung vom Marmeladenbrot Schmieren benötige, wäre ein Vollzeitjob vermutlich auch nicht zielführend.

Der Wiedereinstieg kann auch eine gute Möglichkeit sein, sich neu zu orientieren, denn man fängt ja quasi wieder von vorne an. Evtl. ist ja eine Position in einem anderen Bereich ausgeschrieben, für den man sich schon immer interessiert hatte?

Egal wie man sich am Ende entscheidet, es ist wichtig, dass man sich gut vorbereitet, denn dann kann man mit dem Chef auch eine Lösung erarbeiten, die sich mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen vereinbaren lässt.

2. Lässt sich das Betreuungsangebot mit meinem beruflichen Ziel vereinbaren?

Habe ich eine passende Kindertageseinrichtung gefunden, die sich mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren lässt? Kindertageseinrichtungen sind leider sehr rar. Theoretisch steht jedem Kind ein Platz zu, in der Praxis sieht dies aber oft ganz anders aus. Man sollte sich hier rechtzeitig um eine zuverlässige Betreuung kümmern. Ist man bereit für das passende Kitakonzept eine halbe Stunde am Morgen durch die Stadt zu fahren? Oder ist man gezwungen einen Kitaplatz 2ter Wahl zu nehmen, da man sonst nur Absagen erhalten hat. Hier muss man leider sehr oft Kompromisse machen. Es ist natürlich auch immer von Vorteil ein gutes Helfer Netzwerk zu haben. Können die Großeltern, die Nachbarin oder die Freundin im Notfall aushelfen, wenn das Kind krank ist, man aber einen wichtigen Termin hat?
Es gibt auch die Möglichkeit eine Tagesmutter zu suchen, diese sind oft etwas flexibler.

3. Genügend Zeit Einplanen für die Eingewöhnung des Kindes in der Kita/Kindergarteneinrichtung  

Rückblickend würde ich sagen min. 1 Monat. Es ist eine sehr aufregende Zeit für alle Involvierten. Man gibt das Kind zum ersten Mal in fremde Betreuung ab und es fällt einem oft nicht leicht. Für das Kind ist es oft auch eine sehr stressige Situation. Manche Kinder lösen sich nach 2 Wochen ohne Probleme, andere wiederum brauchen viel länger. Man muss auch bedenken, dass wenn man beispielsweise in der Erkältungszeit die Eingewöhnung macht, dass das Kind auch eventuell krank wird und die Eingewöhnung mit Unterbrechung dann erst verspätet wieder weitergeht.

4. Den eigenen Wert schätzen lernen.

Fachlich hat man sichin den allermeisten Fällen nicht weitergebildet aber menschlich auf jeden Fall. Man hat gelernt unter Schlafentzug zu funktionieren, Multitasking Level ist mindestens 5 Stufen besser und man ist ein richtiges Organisationstalent geworden. Man kann auf sich stolz sein. Hat man aber trotzdem das Gefühl, fachlich Defizite aufzuweisen und der Selbstwert leidet ein wenig darunter, kann man sich auf den neuesten Stand bringen, z.B. Fachbücher lesen oder einen Workshop besuchen. So startet man mit einem guten Gefühl.

5. Druck abbauen, Wiedereinstieg gelingt nicht von heute auf morgen.

Es werden Fehler passieren. Es wird unvorhersehbares passieren. Das Leben mit Kindern kann nicht immer geplant werden und das ist auch okay so. Einfach mal akzeptieren lernen, wenn die Dinge schief gehen. Es gibt Tage an welchen alles wie am Schnürchen klappt und dann wieder Tage wo einfach nichts funktionieren möchte.

Habt ihr auch noch ein paar wertvolle Tipps für Mamis die wieder ins Berufsleben starten möchten? Was hättet ihr gerne vorher gewusst?

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